Nahani Probiotika Darm-Hirn-AchseAuszug aus einem Fachbeitrag von Dr. Sarah King aus Kanada

Viele von uns unterschätzen die Macht unseres Magen-Darm-Trakts. Für uns ist ganz elementar, dass unser Magen die Nahrung, die wir zu uns nehmen, verdaut und wir sie danach wieder ausscheiden - das klingt nach einem ganz klaren und effektiven System. Aber das Innenleben dieses Trakts ist ein komplettes Ökosystem, das ununterbrochen aktiv ist.

Die Bakterienkolonien innerhalb dieses Systems interagieren mit der Nahrung, die wir in den Trakt schicken, schaffen eine Habitat und nehmen den Raum entlang der Schleimhautauskleidung ein. Von dort aus senden sie Signale und kommunizieren mit uns!

Verspüren Sie ständiges Verlangen nach Zucker? Fühlen Sie sich unruhig oder haben ein Stimmungstief? Neigen Sie zu Bauchkrämpfen und/oder Stuhldrang, wenn Sie nervös oder gestresst sind? Alle diese Empfindungen werden durch die enterische Darm-Hirn-Achse gesteuert. Die Darm-Hirn-Achse ist im Wesentlichen die Verbindung zwischen dem Darmnervensystem (auch enterisches Nervensystem genannt) und dem zentralen Nervensystem und umfasst die gesamte Kommunikation zwischen dem Magen-Darm-Trakt und dem Gehirn.

Die Darmflora spielt eine entscheidende Rolle für die Funktion dieser Achse sowie für viele andere Prozesse, von der Kontrolle von Entzündungsreaktionen und der Immunantwort bis zur Integrität der Darmbarriere und Darmdurchlässigkeit. Mit dem Begriff „Darmflora“ beschreibt man die Vielzahl von Spezies und Kolonien der Bakterien und Hefen im Magen-Darm-Trakt. Ihre Zusammensetzung wird besonders durch unsere Ernährung, aber auch durch Stress und Umweltfaktoren beeinflusst. Das Gleichgewicht der Bakterienstämme ist von entscheidender Bedeutung für unsere Gesundheit. Eine Vielzahl von Gesundheitsproblemen werden mit Dysbiose in Verbindung gebracht, bei der ein Ungleichgewicht der Bakterienstämme oder ein Mangel an Bakterien im Darm die Integrität der Darmwand und die Dauer der Darmpassage beeinträchtigen kann.

Neben dem Einfluss auf Veränderungen von Darmdurchlässigkeit und Motilität spielt diese Bakterienflora auch eine Schlüsselrolle für die Immunfunktion der Darmschleimhaut sowie für die Produktion von GABA und Serotonin - Moleküle, die Signale an das Nervensystem übertragen. Tryptophan, eine Vorstufe von Serotonin, wird im Darm aus unserer Nahrung absorbiert, überwindet die Blut-Hirn-Schranke und wird dann in Serotonin umgewandelt. Auch die Darmflora ist in der Lage, aus Tryptophan Serotonin herzustellen. Serotonin dient der Regulierung der Funktion des Magen-Darm-Trakts, dem Empfinden von Schmerz und Übelkeit und wirkt als wichtiges signalübertragendes Molekül im Darmnervensystem, welches mit dem zentralen Nervensystem wirkt und sich mit diesem überschneidet. Über die Darm-Hirn-Achse beeinflusst Seratonin das Gehirn, unser Verhalten und unsere Stimmung. Dieser Zusammenhang zeigt, wie die bakterielle Darmflora zur Signalgebung innerhalb des Darm- und des zentralen Nervensystems beitragen kann.

Diese Verbindung zwischen Darm und Gehirn darf nicht unterschätzt werden. Darm Dysbiose (eine gestörte Darmflora mit zu wenig nützlichen Bakterienkolonien im Verhältnis zu den pathogenen Spezies) wird mit Angstzuständen und Depression sowie einer Vielzahl von weiteren Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht. Das Reizdarmsyndrom zum Beispiel wird, auch wenn es eine dysfunktionale Verdauungsstörung darstellt, in großem Maße durch Stress und Angstzustände beeinflusst, deren Symptome möglicherweise auf die Zusammensetzung der Darmflora zurückgeführt werden können.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass der Einsatz von Probiotika sich positiv auf psychologischen Distress und Depressionen auswirkt. Probiotika sind per Definition lebende Mikroorganismen, die in genügend hohen Dosen verabreicht werden, um dem Wirtsorganismus gesundheitliche Nutzen zu bringen. Ihre Verwendung für Magen-Darm-Beschwerden ist umfassend untersucht worden. Die Studien bezüglich ihrer positiven Rolle für das Nervensystem haben im letzten Jahrzehnt beachtlich zugenommen. Verschiedene Untersuchungen an Menschen haben sogar gezeigt, dass mehrstämmige Probiotika die Symptome von Angstzuständen und Depression lindern sowie die Kognition verbessern können.

Stämme, die besonders positiv bei Angstzuständen, Depression und Stressreaktion wirken, sind u.a. B. longum, B. breve, B. infantis, L. helveticus, L. rhamnosus, L. plantarum und L. casei, in Dosen zwischen 10 Millionen und 40 Milliarden koloniebildender Einheiten (KbE) pro Tag.

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