Naturheilkundliche Ansätze bei HeuschnupfenAuszug aus einem Fachbeitrag von Dr. Kaitlyn Zorn, ND (Natural Doctor) aus Kanada

Das warme Wetter bedeutet, dass die Pollen fliegen! Allergiker weltweit verspüren eine Art Hassliebe zum Frühling und Sommer, die Zeit des Jahres, die ihnen viele Beschwerden verursacht. Was passiert im Körper bei allergischen Reaktionen? Pollen werden vom Körper als Eindringling erkannt und veranlassen das Immunsystem, einen Entzündungszyklus zu starten. Dabei rekrutiert das Immunsystem Abwehrzellen (Mastzellen), die den Botenstoff Histamin freisetzen. Das Histamin führt zu einem verstärkten Blutfluss, der in den Bereich geleitet wird, in dem sich die Pollen befinden (z. B. Nase, Augen, Rachen), was zu Schleimstauungen, Juckreiz, Reizungen der Bronchien und anhaltenden Symptomen führt. 

Konventionelle Behandlungsmethoden beinhalten das Vermeiden bekannter Allergene (z.B. Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze), den Einsatz von Medikamenten und Immuntherapie. Am häufigsten werden rezeptfreie Antihistaminika, abschwellende Wirkstoffe und Nasensprays (Steroide) eingesetzt. Zu den Nebenwirkungen der Medikamente gehören: Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit und bei langem Gebrauch erneutes und stärker empfundenes Anschwellen der Nasenschleimhäute (Rebound-Effekt).

In einem ersten Schritt sollte man versuchen, den Kontakt mit dem Allergen zu reduzieren oder zu vermeiden, indem man mit den Grundlagen beginnt, wie: Fenster schließen, Luftreinigungsfilter verwenden und häufiges Waschen der Bettwäsche, um nur einige zu nennen.

Weitere grundlegende „Anti-Allergie-Strategien“ beginnen mit einer gesunden Ernährung mit einem hohen Anteil an antioxidativen und entzündungshemmenden Lebensmitteln. Diese Veränderung ist nicht aufwendig, sondern erfordert lediglich den Verzehr von ausreichend Obst und Gemüse, mehr magerem Fleisch und Fisch anstatt industriell verarbeiteter Produkte, gesunden Fetten (wie Olivenöl) und Gewürzen wie Kurkuma und Ingwer, die entzündungshemmende Eigenschaften besitzen. Abgepackte Lebensmittel mit hohem Fett- und Zuckergehalt fördern Stauungen und Entzündungen, was zu mehr Allergiesymptomen führt. Milch und Milchprodukte können ebenfalls die Schleimbildung verstärken und somit die Nasenverstopfung verschlimmern.

Stressreduzierung kann dem Körper helfen, die „Pollen-Eindringlinge" besser zu vertragen, so dass der Körper eine geringere Immunantwort zeigt. Yoga, Meditation oder ein Spaziergang sind geeignete Methoden um eine gesunde Atmung zu fördern und die Entspannung zu unterstützen.

Darüber hinaus gibt es Kräuter und Nahrungsergänzungsmittel, denen positive Wirkungen zugeschrieben werden:

Quercetin ist ein Flavonoid (pflanzliches Antioxidans), dem in Studien sowohl antiallergische als auch entzündungshemmende Wirkungen nachgewiesen wurden. Lebensmittel mit einem hohen Quercetin-Gehalt sind: Kapern, Zwiebeln, Äpfel und dunkelrote oder blaue Beeren.

Ascorbinsäure, der aktive Bestandteil von Vitamin C, senkt nachweislich die Histaminkonzentration im Blut von Patienten mit allergischen Erkrankungen. Daraus lässt sich ableiten, dass Vitamin C gegen Histaminika wirkt, ähnlich wie pharmazeutische Mittel. Vitamin C kommt in einer Vielzahl von Lebensmitteln vor, wie: Paprika, dunklem Blattgemüse, Brokkoli und Zitrusfrüchten.

Es ist erwiesen, dass der Darm verschiedene Funktionen des Immunsystems kontrolliert, so dass die Verwendung von Probiotika helfen kann, die allergische Reaktion des Körpers abzuschwächen. Die präventive Einnahme des probiotischen Stammes Lactobacillus rhamnosus in der Schwangerschaft und während der ersten Lebensmonate verhinderte in Studien die Entwicklung von Allergien und Ekzemen sowie die Heuschnupfenprävalenz im späteren Leben.

Die Brennnessel, die wegen ihrer kleinen Stacheln auch als „Haarnessel“ bekannt ist, hat viele Verwendungen und hat sich als vielversprechend bei der Linderung von Allergien erwiesen. In einer Zellstudie wurde festgestellt, dass die Brennnessel die Stimulierung der Histaminrezeptoren  und auch Entzündungen hemmt.

Weitere erwähnenswerte Nahrungsergänzungsmittel, die in der Naturheilkunde zur Kontrolle von Allergiesymptomen eingesetzt werden, sind Bromelain, Fischöle und andere Kräuter wie Astragalus, Reishi und Augentrost.

Es wird vermutet, dass Akupunktur das Immunsystem günstig beeinflusst und somit eine positive Wirkung bei Allergien haben kann. Studien zeigten signifikante Verbesserungen der nasalen Symptome, bei der Einnahme von Medikamenten, des IgE-Spiegels im Blutkreislauf sowie bei der Bewertung der Lebensqualität.

Link zum Originaltext mit Literaturangaben

 

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