Nahani Kinder und Stress

Auszug aus einem Fachbeitrag von Ashley Weber, Heilpraktikerin, Kanada 

In einer kürzlich veröffentlichten Studie über Stress in der Kindheit wird Stress als „innere und äußere Einflüsse, die das Wohlbefinden einer Person stören“ beschrieben. Diese Einflüsse können die Gesundheit beeinträchtigen, in dem sie emotionalen Stress auslösen und zu einer Reihe körperlicher Veränderungen führen, wie erhöhte Herzfrequenz, erhöhter Blutdruck und eine wesentliche Erhöhung der Hormonwerte, hauptsächlich des Hormons Cortisol.

Hohe Stress- und Cortisolspiegel bei Kindern werden mit vielen nachteiligen Gesundheitsfolgen in Verbindung gebracht, z.B. Unterdrückung des Immunsystems, gesteigertes Risiko für Infektionen, psychische Störungen wie z.B. Angstzustände und Depressionen, aber auch Typ-2-Diabetes, Schädigung des Hippocampus (dem Teil des Gehirns, der für das Lernen und das Gedächtnis zuständig ist), sowie Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden und Erschöpfung.

Bei jungen Mädchen wird ein erhöhter Cortisolspiegel mit ängstlichem Verhalten in Zusammenhang gebracht, bei Jungen mit aggressiverem.

Viele dieser Erkrankungen nehmen in der jungen Bevölkerungsgruppe zu, und dies mag zum Teil wegen des erhöhten Stressspiegels sein.

Stress bei Kindern wird ausgelöst durch traumatische Lebensereignisse, Schwierigkeiten im Familienleben sowie schulischen und sozialen Druck, oder auch durch mangelnde Freizeit und Termine, die keinen Spaß machen.

Es ist allerdings wichtig zu realisieren, dass nicht jeder Stress schlecht ist. Der Begriff „positiver Stress“ in Bezug auf Kinder umfasst oft neue Erfahrungen wie neue Leute kennenlernen oder einen Schulwechsel. Mit der Hilfe und Anleitung der erwachsenen Bezugspersonen sollte das Kind in der Lage sein, diese Situation zu bewältigen, was widerum dem Kind Bewältigungsstrategien lehrt. Dies ist positiver Stress und wichtig für eine normale Kindesentwicklung.

Zur Stressminderung für Kinder kann zum Beispiel Yoga hilfreich sein, als eine Möglichkeit, sich mit dem Körper zu „verbinden“ und mehr Achtsamkeit sowie Atemtechniken zu lernen. Eine jüngere Studie untersuchte die Auswirkungen von Stress während eines zehnwöchigen Yogaprogramms bei Zweit-und Drittklässlern. Sie bekamen einmal wöchentlich 30 Minuten Yoga mit einem ausgebildeten Lehrer. Nach zehn Wochen zeigte sich eine bedeutende Verbesserung ihres Cortisolspiegels. Zusätzlich verbesserte sich das Verhalten der Schüler, einschließlich ihrer Aufmerksamkeitsspanne, ihres Selbstwertgefühls und der Fähigkeit zur Stressbewältigung.

"Natur-Defizit-Störung“ ist ein Begriff, der von Richard Louv in seinem Buch „Das letzte Kind im Wald“ geprägt wurde. Obwohl es sich dabei um keine medizinische Diagnose handelt, steckt die Idee dahinter, dass die immer geringer werdene Zeit im Freien zu einer Reihe von gesundheitlichen Beschwerden inkl. Verhaltens- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten führt. Umfragen haben ergeben, dass viele Kinder ca. 50 Stunden pro Woche an bzw. vor elektronischen Geräten und beinahe 90% ihrer Zeit in Innenräumen verbringen.

Natur scheint als Puffer für Stress zu funktionieren. Wenn Kindern ein stressauslösendes Lebensereignis widerfährt, ist der Spiegel des psychologischen Stresses um 30% geringer bei Kindern, die in einer natürlichen Umgebung leben. Auch Zimmerpflanzen haben einen stressmindernden Effekt!

Es gibt viele verschiedene Arten, wie Kinder mehr „Vitamin N“ (N für Natur) aufnehmen können, und die sich einfach in den Alltag integrieren lassen. In einigen sehr interessanten Studien wird  immer wieder gezeigt, dass Outdoor-Aktivitäten die Aufmerksamkeit und Konzentration bei Kindern mit Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom verbessert. Auch zeigte sich, dass die Cortisolwerte nach einem Waldspaziergang mehr sinken als nach einer gleichlangen Übung auf dem Laufband. Verbesserungen sah man außerdem bei Blutdruck, Stimmung sowie Erschöpfungsgrad.

Auch imaginative Psychotherapie (eine Geist-Körper-Technik, die dem Teilnehmer hilft, ein bestimmtes Bild für einen spezifischen Zweck zu erzeugen) hat vielversprechende Resultate zur Stressminderung bei Kindern erzielt. Diese Therapie wird normalerweise von einem qualifizierten Therapeuten in mehren Sitzungen durchgeführt.

Darüber hinaus gibt es andere Möglichkeiten, Stress zu reduzieren, wie z.B. Freizeitsport, Kunst- und Musiktherapie, progressive Muskelentspannung sowie professionelle Beratung und Therapie. Nicht alle Kinder werden auf alle Therapien ansprechen. Es ist wichtig, verschiedene Ansätze auszuprobieren und herauszufinden, was gut für jedes einzelne Kind ist. Früh zu beginnen lehrt Kinder gesunde Stress-Bewältigungsstrategien für das ganze Leben und macht aus ihnen letztlich gesündere und glücklichere Erwachsene.

Link zum Originaltext mit Literaturangaben

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Um die Gesundheit der Kinder zu unterstützen, ihr Immunsystem zu stärken und ihre körperliche und geistige Entwicklung zu fördern, bietet Nahani Präparate an, die ganz auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt sind. Gerade zum Schulanfang nach den langen Sommerferien können sie von besonderem Nutzen sein.

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