Nahani Harnwegsinfektion

Zwei von drei Frauen erkranken mindestens einmal im Leben an einer Harnwegsinfektion. Je nachdem, welcher Bereich von der Infektion betroffen ist, spricht man von einer Entzündung der Harnwege oder einer Blasenentzündung (Cystitis). Viren oder Pilze können Verursacher sein, in den meisten Fällen entsteht sie jedoch durch die Übertragung von Bakterien vom Darmausgang zur Harnröhre, wo sie sich stark vermehren, in die Blase gelangen und Entzündungen verursachen können. Die Bakterie Escherichia coli (E. coli) ist in 90-95% der Fälle dafür verantwortlich. Die Anhaftung von E. coli oder anderen Verursachern im Epithel des Harntrakts ist der erste Schritt zur Entstehung einer Harnwegsinfektion. Kann die Anhaftung verhindert werden, wird der Kontakt zwischen dem Mikroorganismus und dem Harntrakt-Epithel unterbunden und die Entstehung der Infektion damit verhindert.

Frauen sind von Blasenentzündungen häufiger betroffen als Männer. Der Hauptgrund dafür liegt in der kürzeren Harnröhre, wodurch die Krankheitserreger leichter in die Harnblase vordringen, und sich dort sehr gut vermehren und Entzündungen verursachen können.

Es gibt natürliche Wege zur Vorbeugung und Linderung von Harnwegsinfektionen. Wichtig ist, viel zu trinken und regelmäßig zur Toilette zu gehen, um schädliche Bakterien auszuschwemmen. Dabei sollte die Blase möglichst vollständig entleert werden. Der Beckenbereich sollte in der kühleren Jahreszeit durch lange Pullover und Jacken warm gehalten werden: durch Kälte im Beckenbereich ist die Durchblutung in dieser Region reduziert, wodurch eine örtliche Abwehrschwäche entsteht. Das Sitzen auf kalten Untergründen und kalte oder nasse Füsse können ebenfalls zu einer Unterkühlung beitragen. Ein z.B. durch Stress oder Medikamente geschwächtes Immunsystem kann die Entstehung einer Blasenentzündung zusätzlich begünstigen. Die Erreger gelangen in den meisten Fällen vom Darmausgang oder Stuhl in die Harnröhre, was bei der Reinigung nach dem Stuhlgang beachtet werden sollte. Es wird auch empfohlen, nach dem Geschlechtsverkehr Wasser zu lassen, um gegebenenfalls eingedrungene Krankheitserreger auszuschwemmen. Eine übertriebene Intimhygiene schwächt die natürliche Abwehr der Harnwege, weswegen der Schambereich lediglich mit warmem Wasser gewaschen werden sollte.

D-Mannose ist ein natürlicher Zucker, der sich in der Leber nicht zu Glycogen umwandelt, sondern direkt in den Blutstrom gelangt. Studien belegen, dass D-Mannose nicht nur die Anhaftung von E. coli in der Harnblase blockiert, sondern auch vorbeugend gegen die Entstehung von Biofilmen („Lebensgemeinschaften von Bakterien“) wirkt.

In einer Studie wurde nachgewiesen, dass ein zur Behandlung von Harnwegsinfekten verwendetes Mannose-Derivat die Bildung von Biofilmen im Vergleich zu einer Standardbehandlung mit Antibiotika um das Vierfache reduziert.(1,2) In einer weiteren, randomisierten kontrollierten Studie wurde die Wirksamkeit von D-Mannose in der Prophylaxe von wiederkehrenden Blasenentzündungen bei Frauen belegt. (3)

Rote Preiselbeeren (auch Cranberries genannt) werden traditionellerweise wegen ihres hohen Gehalts an Proanthocyanidinen bei bakteriellen Infektionen der Harnwege angewendet, da sie einer Anhaftung von E. coli im Harnwegssystem entgegenwirken. Die antiadhäsive Wirkung setzt zügig ein und kann im menschlichen Harn bereits ca. zwei Stunden nach der Einnahme von roten Preiselbeeren festgestellt werden. (4-6) Gemäß Studien verringert sich das Risiko einer Harnwegsinfektion durch die Einnahme von Preiselbeeren um bis zu 40%, besonders bei Frauen mit wiederkehrenden Infektionen und bei Kindern.(7) Unsere Formulierung enthält ein hochwirksames Preiselbeer-Extrakt im Verhältnis 107:1, das heißt mit einer 107 Mal höheren Wirkung als die von frischen Früchten, um den besten Effekt zur Vorbeugung und bei der Behandlung von Harnwegsinfektionen zu erreichen.

Laktobazillen kommen überwiegend in der Vagina von Frauen im gebärfähigen Alter vor. In einer Studie, in der 64 Frauen ein Kapselpräparat mit L. rhamnosus und L. fermentum oral verabreicht wurde, zeigte sich eine Reduzierung der vaginalen Besiedelung mit pathogenen Bakterien.(8) Nach einer Überprüfung von Studien kam man zum Ergebnis, dass Laktobazillen zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen eine sichere und effiziente Wirkung zeigen.(9)

Nahani D-Mannose

Literatur: 1) Wright, J. V. (1999). D-Mannose for bladder and kidney infections. Townsend Letter for Doctors and Patients, 192, 96-8.     2) Ofek, I., Mosek, A., & Sharon, N. (1981). Mannose-specific adherence of Escherichia coli freshly excreted in the urine of patients with urinary tract infections, and of isolates subcultured from the infected urine. Infection and immunity, 34(3), 708-711.     3) Kranjčec, B., Papeš, D., & Altarac, S. (2014). D-mannose powder for prophylaxis of recurrent urinary tract infections in women: a randomized clinical trial. World journal of urology, 32(1), 79-84.     4) Head, K. A. (2008). Natural approaches to prevention and treatment of infections of the lower urinary tract. Alternative Medicine Review, 13(3), 227-245.     5) Dugoua, J. J., Seely, D., Perri, D., Mills, E., & Koren, G. (2008). Safety and efficacy of cranberry (Vaccinium macrocarpon) during pregnancy and lactation. Can J Clin Pharmacol, 15(1), e80-6.     6) Nohales Alfonso, F., & Nohales Córcoles, M. (2010). Arándano americano (Vaccinium macrocarpon): conclusiones de la investigación y de la evidencia clínica. Rev. fitoter, 5-21.     7) Wang, C. H., Fang, C. C., Chen, N. C., Liu, S. S. H., Yu, P. H., Wu, T. Y., ... & Chen, S. C. (2012). Cranberry-containing products for prevention of urinary tract infections in susceptible populations: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Archives of internal medicine, 172(13), 988-996.     8) Reid, G., Charbonneau, D., Erb, J., Kochanowski, B., Beuerman, D., Poehner, R., & Bruce, A. W. (2003). Oral use of Lactobacillus rhamnosus GR-1 and L. fermentum RC-14 significantly alters vaginal flora: randomized, placebo-controlled trial in 64 healthy women. FEMS Immunology & Medical Microbiology, 35(2), 131-134.     9) Martín, R., Soberón, N., Vázquez, F., & Suárez, J. E. (2008). La microbiota vaginal: composición, papel protector, patología asociada y perspectivas terapéuticas. Enfermedades Infecciosas y Microbiología Clínica, 26(3), 160-167.