Haut im Winter

Auszug aus einem Fachbeitrag von Dr. Rob Ayoup, ND (Natural Doctor) aus Kanada

Das passend als „Winter-Juckreiz“ bezeichnete Phänomen bezieht sich auf das Auftreten von trockener Haut, medizinisch als Xerosis cutis bekannt, während der Wintermonate. Die Prävalenz in der kalten Jahreszeit ist auf die relativ geringe Luftfeuchtigkeit zurückzuführen, verbunden mit trockener Innenwärme, die für diese Zeit typisch ist.

Obwohl trockene, schuppige und juckende Haut überall am Körper auftreten kann, sind die Schienbeine des Unterschenkels aufgrund ihrer natürlich geringeren Dichte an Talgdrüsen häufig betroffen.

Bevor man darüber nachdenkt, welche Cremes man am besten auftragen könnte, sollten bestimmte Schlüsselfaktoren erwähnt werden, die dem Austrocknen der Haut vorbeugen können. Die Hautbarriere, womit die oberste Hautschicht, die Epidermis, gemeint ist, spielt eine wesentliche Rolle bei der Aufrechterhaltung der Hautfeuchtigkeit. Zu den drei körpereigenen Fetten dieser natürlichen Schutzschicht gehören Ceramide, Cholesterol und langkettige Fettsäuren. Wenn unsere Hautbarriere angegriffen ist und porös wird, kann die Feuchtigkeit aus den oberen Hautschichten leichter verdunsten und unsere Haut trocknet aus.

Neben der Belastung durch niedrige Luftfeuchtigkeit und hohe Raumtemperaturen in der kalten Jahreszeit gibt es bestimmte Lebensgewohnheiten, die dazu beitragen, das sensible Gleichgewicht der Fette in der Haut zu stören. Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist die Exposition gegenüber heißem Wasser. Von der Dusche oder dem Bad bis hin zum Händewaschen und dem Waschen des Gesichts, so schön es sich auch anfühlen mag, kann es dazu beitragen, unsere Hautbarriere zu schädigen. Man sollte eher lauwarmes oder warmes Wasser verwenden. Auch die Dauer des Kontakts mit heißem Wasser kann ein Faktor sein. Wenn man es gewohnt ist, lange heiß zu duschen, sollte man versuchen, die Zeit unter der warmen Dusche abzukürzen. Desweiteren kann sich die Reinigung unserer Haut mit traditionellen Seifen negativ auswirken, ebenso wie UV-Strahlung, Stress und unzureichender Verzehr von Lebensmitteln und Ölen, die essentielle Fettsäuren enthalten, wie sie bspw. aus Weizenkeimen, Hanfsamen oder Sonnenblumenkernen gewonnen werden.

Die gängisten Feuchtigkeitscremes enthalten meist eine Mischung aus feuchtigkeitsspendenden Zutaten, die in drei Hauptkategorien fallen: Okklusiv (die Feuchtigkeit einschließend), Feuchthaltemittel (Humectants) und Weichmacher (Emollients).

Zu den Inhaltsstoffen der beliebten okklusiven Produkte zählen u.a. Vaseline, Mineralöle oder Glycerin. Diese können zwar hilfreich sein, um vorübergehend Perioden mit extrem trockener Haut zu überbrücken, da sie einen Film auf der Hautoberfläche bilden und helfen, die Feuchtigkeit in der Haut einzuschließen und somit die Verdunstung über die Hautoberfläche verhindern. Die langfristige Anwendung der Okklusiva werden aber als wenig vorteilhaft eingeschätzt, da sie die hauteigene Schutzbarriere nicht reparieren. Forscher stellten die Theorie auf, dass eine übermäßige Abhängigkeit von okklusiven Feuchtigkeitscremes sogar die eigene Fähigkeit der Haut stören kann, Fette, die für die Erhaltung und Reparatur der Hautbarriere benötigt werden, optimal bereitzustellen

Die Forschung empfiehlt daher Mittel, die helfen, die Lipidbarriere unserer Haut wieder aufzubauen, indem sie die Fähigkeit unserer Haut, Feuchtigkeit einzuschließen, wiederherstellen und verschiedene Hauterkrankungen, wie atopisches Ekzem, lindern können.

Zu dieser neuen Art der Feuchtigkeitspflege zählen Inhaltsstoffe wie Ceramide. Eine kleine 12-wöchige Studie ergab, dass die tägliche Verwendung einer Feuchtigkeitscreme in den Wintermonaten, die eine ceramidähnliche Zutat enthält, das Gefühl und die Schwere der Symptome der trockenen Winterhaut wie Juckreiz, Rötung und Trockenheit signifikant reduziert hat. Es wurde auch festgestellt, dass sich die Feuchtigkeits- und Barriere-Schutzeigenschaften der Haut verbesserten, insbesondere an den Händen und Beinen.

Ebenso postiv wirken sich Cholesterol und Fettsäuren aus. Letzere können aus einer Vielzahl von Quellen gewonnen werden und erscheinen auf den Etiketten als Palmitin-/Stearin-/Capryl-/Laurin-/Myristin-Säure; Linolsäure, ein essentielles Omega-6-Fett, gehört ebenfalls zu dieser Auswahl an Fettsäuren. Die Etiketten listen nicht immer die oben genannten Fettsäuren selbst auf, sondern häufig die Quelle(n), aus denen sie stammen. Beispiele dafür sind: Arganöl, Avocado-Öl, Kokosöl, Kokosmilch, Kakaobutter, Soja, Distelöl, Hanföl und Ziegenmilch.

Harnstoff trägt zur Feuchtigkeitsspeicherung in der Hautbarriere bei, da er ein Bestandteil des natürlichen Feuchtigkeitsfaktors ist, dem eine Gruppe von Aminosäuren und Salzen angehören, die dazu beitragen, die Feuchtigkeit der oberen Hautschicht zu erhalten.

Andere Inhaltsstoffe, die die hauteigene Produktion von Ceramiden und/oder Fettsäuren stimulieren, sind Niacinamid (eine Form von Vitamin B3), Alpha-Liponsäure, Vitamin C und Milchsäure.

Es wird vermutet, dass die Feuchtigkeitsspender sich am besten an die Haut binden, wenn sie kurz nach einem Bad oder einer Dusche aufgetragen werden. Die Haut sollte trocken getupft werden, im Gegensatz zu kräftigem Rubbeln mit einem Handtuch, denn dessen Reibung kann auch zum Verlust von Barriere-Lipiden beitragen. Mehrfaches Auftragen pro Tag kann in bestimmten Fällen notwendig sein.

Link zum Originaltext mit Literaturangaben.

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