Nahani Sonnenschutz

Mit Auszügen aus einem Fachbeitrag von Dr. Elli Reilander, ND (Natural Doctor) aus Kanada

Der Sommer steht vor der Tür und mit ihm das große Thema des Sonnenschutzes. Für viele Menschen bedeutet das lediglich, sich dick mit Sonnencreme einzuschmieren. Jedoch sollten wir uns rechtzeitig vor dem ersten Sonnenbad Gedanken darüber machen, was wir außerdem für die Gesundheit  unserer Haut tun können. Schützen wir unsere Haut, damit sie uns schützt!

Vorab ist es wichtig sich in Erinnerung zu rufen, dass die Sonnenexposition unserer Haut durchaus notwendig ist. Wir brauchen sie als Quelle für Vitamin D, das wesentlich ist für gesunde Kochen, die Immunfunktion sowie hilfreich bei der Bewältigung zahlreicher chronischer Krankheiten.(1)

Zuviel Sonne jedoch kann bekanntlich schädlich für die Hautzellen sein, besonders für Menschen mit heller Haut, in fortgeschrittenem Alter oder für jene, die Medikamente einnehmen, was sie anfälliger macht für Verbrennungen und Hautschäden. Das Problem ist, dass UV-Strahlung die Hautzellen-DNA schädigen und somit  zu Hautkrebs führen kann.(2) Es ist ein Balanceakt, die Haut genug Sonne auszusetzen, sie aber vor zuviel Strahlung und Verbrennungen zu schützen! Die von unserer Haut aufgenommene Menge an UVA-Strahlung ist 10 Mal höher als die der UVB-Strahlung. Äußerlich angewendete Sonnenschutzmittel wirken sich hauptsächlich blockierend auf die Effekte der UVB-Strahlung aus, für die Blockierung von Photonen aus UVA-Strahlen ist die Wirkung dieser Mittel jedoch beschränkt.

Hier haben wir ein paar Tipps zum Schutz und zur Pflege der Haut von innen:

Antioxidantien sind eine großartige Möglichkeit, unsere Zellen vor negativen und entzündlichen Effekten der Sonnenstrahlung zu schützen.(3) Solche wären u.a. die Vitamine A, C und E, Selen, Zink, Flavonide und Polyphenole (wie beispielsweise das EGCG aus dem grünen Tee). Eine ausgewogene Ernährung, die vielfarbiges Obst und Gemüse enthält, liefert viele verschiedene Antioxidantien. Zur Unterstützung käme auch eine Nahrungsergänzung in Frage.

Carotinoide zeichnen sich ebenfalls besonders durch ihre antioxidativen und immunstärkenden Eigenschaften aus. Das wirksamste unter ihnen ist das Beta-Carotin, ein ungiftiger Vorläufer des Vitamins A, das der Produktion von durch Sonneneinstrahlung entstandenen freien Radikalen entgegenwirkt und andere gesundheitliche Vorteile bietet.(4-7)

Gesunde essentielle Fette sind ebenfalls eine guter Weg, um Entzündungen und oxidative Schäden im Körper zu kontrollieren. Studien belegen, dass  eine Ernährung, die reich an Olivenöl ist, sich positiv auf die Haut auswirkt. Essentielle Omega 3 Fettsäuren beispielsweise aus Fischöl besitzen ebenfalls entzündungshemmende Eigenschaften.(8-11)

Das im Sanddorn enthaltene Omega-7 ist ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Haut und für die Entstehung neuer Hautzellen und die Unterstützung der Kollagenproduktion verantwortlich. Der Sanddorn wird in der traditionellen chinesischen Medizin seit Urzeiten für die Gesunderhaltung von Haut und Schleimhäuten verwendet. Als weitere Wirkstoffe enthält er Fettsäuren der Familie Omega-3, Omega-6, Omega-7 und Omega-9, stark antioxidativ wirkende Carotinoide, Tocopherole und Tocotrienole sowie auch Pflanzensterine (Phytosterol).(12-14,17)

Aus den Samen der Goji-Beere wird ein Öl gewonnen, das die wirkungsstärksten Pflanzennährstoffe zur Vorbeugung gegen Hautalterung enthält, der Haut mehr Leuchtkraft, Festigkeit und Elastizität verleihen, sie vor Sonneneinstrahlung schützen und dabei helfen, kleine sonnen- oder altersbedingte Flecken auf der Haut verschwinden zu lassen.(15,16)

Um die Haut von außen zu schützen und heilen gibt es ebenfalls natürliche Möglichkeiten.

Bekleidung, so simpel es klingt, ist ein oft übersehenes Mittel des Sonnenschutzes. Ein normales T-Shirt besitzt einen Lichtschutzfaktor von ca. 15. Sich gut zu bedecken, könnte also eine Alternative zu chemischen Sonnencremes sein. Auch einfach, und höchst effizient: Schatten! Zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Strahlung am höchsten. Wenn wir es vermeiden können, uns in dieser Zeit der Sonne auszusetzen, senken wir die Gefahr von Sonnenbrand merklich.

Auch äußerlich angewendet besitzt Sanddornöl potente antioxidative Eigenschaften, es schützt die Haut vor UV-Strahlen und freien Radikalen, hemmt entzündliche Prozesse und beschleunigt die Zellregeneration, was hilfreich für die Verbesserung der Hautgesundheit ist.(18-21)

Aloe Vera wird meist nach dem Sonnenbad oder bei Sonnenbrand angewandt, kann aber auch vorbeugend als Schutz vor UVA und UVB Strahlen und zur Feuchtigkeitsversorgung aufgetragen werden. Shea-Butter ist reich an Antioxidantien wie Vitamin A und E, was sich positiv auf die Regeneration der Hautzellen auswirkt. Sie enthält außerdem Zimtsäure, die als UV-Schutz gilt. Beim Kauf von mineralischen Sonnencremes sollten wir auf Zink-Oxid achten, kein 100% natürlicher Bestandteil, aber fast.

Nahani Sanddornöl Nahani Omega7+ Nahani Beta-Carotin

Quellenangabe:     1.National Institutes of Health Office of Dietary Supplements. Vitamin D: Fact sheet for health professionals. · https://ods.od.nih.gov/factsheets/VitaminD-HealthProfessional/ · Updated 2018‑03‑02 · Accessed 2018‑05‑18.     2. Canadian Dermatology Association. Sun safety for everyday. · https://dermatology.ca/public-patients/sun-protection/sun-safety-every-day/ · Accessed 2018‑05‑18.     3. Pisoschi, A.M., and A. Pop. “The role of antioxidants in the chemistry of oxidative stress: A review.” European Journal of Medicinal Chemistry, Vol. 97 (2015): 55–74.     4. Stahl W & Sies H. Antioxidant activity of carotenoids. Molecular Aspects of Medicine. 2003; 24(6):345-351.     5. Murthy KC, et al. In vivo antioxidant activity of carotenoids from Dunaliella salina — a green microalga. Life Sciences. 2005; 76(12):1381–1390.     6. Wang XD. Review: absorption and metabolism of beta-carotene. Journal of the American College of Nutrition. 1994; 13(4):314-325.     7. Oshima, S, et al. Inhibitory effect of b-carotene and astaxanthin on photosensitized oxidation of phospholipid bilayer. Journal of Nutritional Science and Vitaminology. 1993; 39(6):607–615.      8. Penny M, et al. Fish Consumption, Fish Oil, Omega-3 Fatty Acids, and Cardiovascular Disease. Originally. 2002;19.     9. Simopoulos A. Omega-3 fatty acids in health and disease and in growth and development. The American Society for Clinical Nutrition. 1991;54(3):438-463.     10. Simopoulos A. Omega-3 Fatty Acids in Inflammation and Autoimmune Diseases. 2013;495-505.    11. Penny M, et al. Omega-3 Fatty Acids and Cardiovascular Disease. New Recommendations From the American Heart Association. Arteriosclerosis, Thrombosis, and Vascular Biology. 2003;23:151-152 5.     12. Yang et al. Effects of oral supplementation and topical application of supercritical CO2 extracted sea buckthorn oil on skin ageing of female subjects. J Appl. Cosmetol. 2009; 27:1-13.     13. Sánchez et al. Omega-7. Su papel en el cuidado de la piel y las mucosas. Offarm 2007;26(7):58-63.     14. Yang et al. Effects of dietary supplementation with sea buckthorn (Hippohae rhamnoides) seed and pulp oils on atopic dermatitis. J Nutr Biochem 1999, 10:622-630.     15. Zeb A. Important therapeutic uses of sea buckhorn: A review. Journal Biological sciences. 2004;4(5):687-693.     16. Patel et al. Remedial Prospective of Hippophae rhamnoides Linn. (Sea Buckthorn). ISRN Pharmacology. 2012     17. Beveridge et al. Sea Buckthorn Products: Manufacture and Composition. J. Agric. Food Chem. 1999; 47: 3480−3488.     18. Fatima T, et al. Fatty Acid Composition of Developing Sea Buckthorn (Hippophae rhamnoides L.) Berry and the Transcriptome of the Mature Seed. 2012.     19. Suryakumar G, Gupta A. Medicinal and therapeutic potential of Sea buckthorn (Hippophae rhamnoides L.). Journal of Ethnopharmacology. 2011;138:268– 278.      20. Potterat O. Goji (Lycium barbarum and L.chinense): Phytochemistry, pharmacology and safety in the perspective of traditional uses and recent popularity. 2010. Planta Med;76(1):7-19.     21. Salgado F. La realidad sobre el “Gou Qi Zi” o bayas de Goji (Fructus Lycii). Revista Internacional de Acupuntura. 2011;5(abr-jun):82-86