Nahani vielseitiges Vitamin DAuszug aus einem Fachbeitrag von Heidi Fritz, ND (Natural Doctor), Kanada

Vitamin D wird auch als „Sonnenvitamin” bezeichnet, da der Körper nach einer Sonnenexposition selbst in der Lage ist, das Vitamin zu synthetisieren.Um die notwendige Menge dieses Vitamins zu produzieren, ist es normalerweise ausreichend, den Körper drei Mal wöchentlich für 10 bis 15 Minuten der Sonne auszusetzen. 

Vitamin D (Cholicalciferol) ist ein Nährstoff mit einer Reihe möglicher therapeutischer Funktionen, der auf immer breiteres Interesse der Forscher stösst.

Ursprünglich wurde Vitamin D hauptsächlich wegen seiner Rolle für die Knochengesundheit geschätzt. Doch erkennen immer mehr Wissenschafter seinen Einfluss auf andere Bereiche unseres Organismus an.

So kann Vitamin D kann die Immunfunktionen und Infektanfälligkeit verbessern und gleichzeitig unangemessene Immunreaktivität, wie Autoimmunerkrankungen oder Asthma/Allergien reduzieren.

Es hat sich gezeigt, dass eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D Infekte der oberen Atemwege wie Erkältungen und Grippe reduziert.

In einer Studie mit über 1000 Kindern fand man heraus, dass Vitamin D die Lungenfunktion beeinflusst und die Wirkung einer Kortisontherapie verbessern könnte. Einer anderen Studie zufolge könnte eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D bei Kindern, die an Asthma leiden, die Symptome einer Erkältung oder Grippe mindern.

Zellen, die von Vitamin D beeinflusst warden, besitzen einen sogenannten Vitamin D Rezeptor (VDR), der die Wirkung von Vitamin D in die Zelle übermittelt. Die Zellen der Nieren, Schilddrüsen, Arterien und Bauchspeicheldrüse, des Herz und Immunsystems, jene, die die Atemwege auskleiden sowie Gehirnzellen (Neuronen) besitzen einen solchen Rezeptor. Das scheint zu belegen, dass Vitamin D entscheidend für das normale und gesunde Funktionieren all dieser Zellen ist.

Vitamin D ist besonders wichtig in den lichtärmeren Monaten. Wenn wir weniger Sonnenlicht ausgesetzt sind, ist es wahrscheinlicher, einen Mangel zu erleiden. Dies kann für die Entwicklung einer sogenannten Winter- oder Lichtmangeldepression oder auch des weniger ernsten Winter-Blues‘ eine Rolle spielen. Denn wie erwähnt besitzen Gehirnzellen einen VDR-Rezeptor und sprechen somit auf Vitamin D an. Forscher fanden dazu heraus, dass verglichen mit optimalem Vitamin D Spiegel, Patienten mit niedrigem und sehr niedrigem Stand ein erhöhtes Risiko für Depressionen haben.

Die Rolle von Vitamin D bei älteren Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung oder Alzheimer beginnt ebenfalls das Interesse der Forscher zu wecken, Studien weisen auf einen Zusammenhang hin. Eine Studie begleitete 30 Jahre lang mehr als 10.000 Dänen. Es zeigte sich, dass zwischen dem Vitamin D Spiegel zu Beginn der Studie und dem Risiko der Entwicklung von Alzheimer oder vaskulärer Demenz 30 Jahre später ein wesentlicher Zusammenhang besteht.

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