Apfelpektin – Wirkung auf Verdauung und Wohlbefinden
Äpfeln werden viele positive Eigenschaften zugeschrieben. Kein Wunder, sie enthalten zahlreiche Vitamine sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Apfelpektin wird dabei jedoch oft übersehen.
Dabei kann dieser lösliche Ballaststoff einen wertvollen Beitrag zur täglichen Ballaststoffzufuhr leisten. Pektin zählt zu den wasserlöslichen Faserstoffen, die einigen Ernährungswissenschaftlern zufolge eine normale Verdauung unterstützen und ein langanhaltendes Sättigungsgefühl fördern können.
Apfelpektin: Vorkommen und Wirkung
Die Gruppe der Pektine wurde bereits 1790 vom französischen Chemiker und Apotheker Louis-Nicolas Vauquelin beschrieben. Ihren Namen „Pektinsäure“ erhielt die Substanz allerdings erst im Jahr 1824.
Apfelpektin zählt zu den löslichen Ballaststoffen. Dieses Polysaccharid (Vielfachzucker) kommt vor allem in den Kernen und in konzentrierterer Form in der Schale von Äpfeln vor. Einige Sorten wie Granny Smith, Boskoop und der Europäische Wildapfel gelten als besonders pektinreich.
Aber auch Zitrusfrüchte, Quitten und Brombeeren enthalten relevante Mengen Pektin. Während ein Apfel etwa 1 bis 1,5 % enthält, kann der Pektinanteil in den Schalen von Zitrusfrüchten bei bis zu 30 % liegen. Da diese jedoch in der Regel nicht verzehrt werden, ist dieser Wert ernährungsphysiologisch weniger relevant.
Kann man Pektin selbst herstellen?
In der Küche wird Pektin hauptsächlich als Geliermittel etwa bei Marmeladen, Tortengelees oder Fruchtaufstrichen eingesetzt. Als pflanzlicher Gelatine-Ersatz ist es vor allem in veganen Rezepten beliebt.
Zwar lässt sich Pektin auch durch das Auskochen von Früchten gewinnen, jedoch ist die Herstellung zu Hause aufwendig und erfordert eine große Menge an Rohstoffen, was sie im Alltag unpraktisch und kostenintensiv macht.
Welche Effekte kann Apfelpektin auf den menschlichen Organismus haben?
Apfelpektin kann im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut beitragen.
Gelöste Ballaststoffe wie Pektin binden Gallensäuren im Darm, welche anschließend über den Stuhl ausgeschieden werden. Zudem können sie helfen, den Blutzuckerspiegel nach dem Essen weniger stark ansteigen zu lassen. In Kombination mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr kann Apfelpektin im Verdauungstrakt aufquellen. Das wiederum kann eine normale Darmtätigkeit unterstützen.
Besonders bei Menschen mit einem erhöhten Cholesterinspiegel oder einer ballaststoffarmen Ernährung kann Apfelpektin ein sinnvoller Bestandteil eines ausgewogenen Ernährungsplans sein.
Welchen Einfluss kann Apfelpektin auf den Cholesterinspiegel haben?
Eine randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie aus dem Jahr 1997 untersuchte den Einfluss wasserlöslicher Ballaststoffe – darunter Apfelpektin – auf den Cholesterinspiegel. 51 Personen mit leicht erhöhten Cholesterinwerten nahmen sechs Monate lang täglich 15 g einer Ballaststoffmischung ein.
Bereits nach acht Wochen sank der Gesamtcholesterinspiegel um 6,4 %, der LDL-Spiegel um 10,5 %. Der HDL-Wert („gutes“ Cholesterin) blieb konstant.
Dabei spielt die regelmäßige Zufuhr über die Nahrung eine zentrale Rolle, um langfristig von den potenziellen Effekten profitieren zu können.
Apfelpektin als Nahrungsergänzungsmittel?
Wer seine Ernährung gezielt ergänzen möchte, kann auf geeignete Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen.
GI-Repair von Nahani kombiniert verschiedene pflanzliche Stoffe, darunter auch lösliche Ballaststoffe wie Apfelpektin, aber auch Eibisch, Quercetin, Ingwer oder Curcuma.
Ob im Apfel oder als Ergänzung – Apfelpektin kann ein wertvoller Bestandteil einer gesunden Ernährung sein.
Haftungsausschluss: Die in diesem Artikel dargestellten Informationen sind nur für allgemeine Informationszwecke bestimmt und stellen keine medizinische Beratung dar.
