Reishi: Herkunft, Inhaltsstoffe und traditionelle Verwendung
Reishi gehört zu den bekanntesten Pilzen der traditionellen ostasiatischen Kräuterkunde. Sein glänzender Fruchtkörper und seine lange Verwendungsgeschichte haben ihm Bezeichnungen wie „Pilz der Unsterblichkeit“ oder „Pilz des langen Lebens“ eingebracht.
Was ist Reishi?
Als Reishi werden Pilze aus der Gattung Ganoderma bezeichnet. In China ist der Pilz vor allem unter der Bezeichnung Ling Zhi bekannt. Sein Fruchtkörper besitzt eine feste, beinahe holzartige Struktur und häufig eine glänzende, lackiert wirkende Oberfläche.
Anders als klassische Speisepilze wird Reishi aufgrund seiner festen Konsistenz und seines bitteren Geschmacks normalerweise nicht als gewöhnliches Lebensmittel zubereitet. Er wird überwiegend getrocknet und zu Pulver, Tee oder Extrakten verarbeitet.
Woher kommt die Bezeichnung „Pilz der Unsterblichkeit“?
Reishi wird in China, Japan und anderen Teilen Asiens seit mehr als 2.000 Jahren traditionell verwendet. Historische Schriften brachten den Pilz unter anderem mit Wohlbefinden, Lebenskraft und einem langen Leben in Verbindung.
Auch in der ostasiatischen Kunst wurde Ling Zhi als Symbol für Glück, Langlebigkeit und spirituelle Kraft dargestellt. Die Bezeichnung „Pilz der Unsterblichkeit“ beschreibt daher vor allem seine kulturelle Bedeutung und die ihm traditionell zugeschriebenen Eigenschaften.
Welche Inhaltsstoffe enthält Reishi?
Reishi enthält zahlreiche natürlich vorkommende Verbindungen. Besonders häufig untersucht werden Polysaccharide und Triterpene. Daneben wurden unter anderem Sterole, Proteine, Aminosäuren, Nukleoside und weitere Bestandteile nachgewiesen.
Welche Stoffe in welcher Menge enthalten sind, kann von verschiedenen Faktoren abhängen. Dazu gehören die Pilzart, das verwendete Pflanzenteil beziehungsweise Pilzmaterial, die Anbaubedingungen, der Erntezeitpunkt und die Verarbeitung.
Polysaccharide und Beta-Glucane
Polysaccharide sind komplexe Kohlenhydrate. Zu ihnen gehören auch die in Pilzen vorkommenden Beta-Glucane.
Die Struktur und Zusammensetzung dieser Verbindungen kann sich je nach Pilzmaterial und Herstellungsverfahren unterscheiden. Polysaccharide aus Reishi sind Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen. Ein großer Teil dieser Forschung wurde bislang jedoch im Labor oder in Tiermodellen durchgeführt.
Triterpene
Triterpene sind sekundäre Naturstoffe, die unter anderem für den charakteristisch bitteren Geschmack des Reishi verantwortlich sind.
Auch ihre Zusammensetzung hängt davon ab, welcher Teil des Pilzes verwendet wird, in welchem Wachstumsstadium er geerntet wurde und wie der Rohstoff verarbeitet wurde. In der Forschung werden verschiedene Triterpene aus Ganoderma untersucht.
Sterole und weitere natürliche Bestandteile
Reishi enthält außerdem Sterole wie Ergosterol sowie Nukleoside, Proteine und weitere natürlich vorkommende Verbindungen.
Worauf sollte man beim Kauf eines Reishi-Produkts achten?
Die Zusammensetzung von Reishi-Produkten kann je nach Rohstoff, Konzentration und Verarbeitung variieren. Bei der Auswahl können daher folgende Angaben hilfreich sein:
- genaue Bezeichnung des verwendeten Pilzes
- Angabe, ob es sich um ein Pulver oder einen Extrakt handelt
- verwendetes Extraktionsverfahren
- Extraktverhältnis und Menge des enthaltenen Extrakts
- nachvollziehbare Angaben zu ausgewählten Inhaltsstoffen
- vollständige Verzehr- und Warnhinweise
Reishi als hochwertiger Extrakt
Wer Reishi als Nahrungsergänzungsmittel verwenden möchte, findet mit dem Nahani Reishi-Extrakt ein hochkonzentriertes Produkt aus dem Glänzenden Lackporling (Ganoderma lucidum).
Der Extrakt wird mithilfe eines validierten Heißwasser-Extraktionsverfahrens hergestellt und ist auf einen Gehalt von 40 % Polysacchariden standardisiert.
Fazit: Ein traditionsreicher Pilz mit komplexer Zusammensetzung
Reishi besitzt in der ostasiatischen Kräuterkunde eine lange Tradition und ist kulturell eng mit Vorstellungen von Lebenskraft und Langlebigkeit verbunden. Der Pilz enthält zahlreiche natürliche Verbindungen, zu denen insbesondere Polysaccharide, Beta-Glucane und Triterpene gehören.
